Werkgerechtigkeit oder Gerechtigkeit „allein aus Gnade“? Für viele Christen liegt der entscheidende Unterschied zwischen Judentum und Christentum an dieser Stelle: Sie meinen, Juden wollen sich durch Gesetzesgehorsam und gute Werke den Himmel verdienen – und kennen daher die Gnade Gottes nicht. Christen dagegen leben aus der Gnade Gottes – und sind deshalb „frei vom Gesetz“.
Der „jüdische Hass“ auf Samaritaner gehört zu den beliebten Themen christliche Bibelauslegung: Eine deutsche Bibelübersetzung macht aus dem „Samariter“ in Lukas 10,33 deshalb einen „verachteten Samariter“. Aus dem Satz „Juden und Samariter haben nicht die gleichen Bräuche“ in Joh 4,9 wird in einer Bibelübersetzung „Normalerweise wollen Juden nichts mit Samaritern zu tun haben“, in einer
Besonders in der Adventszeit hört man es wieder häufig: „Die Juden erwarteten einen Messias, der mit seiner Armee die verhassten Römer aus dem Land vertreiben würde.“ Aber Jesus war ganz anders: Er war ein Messias des Friedens und brachte ein Königreich der Herzen, nicht der militärischen Macht. Vor dem Hintergrund solcher Darstellungen ist es kein
„Zöllner waren bei den Juden verhasst.“ Das zumindest glauben viele Christen: Die jüdische Religion stempele sie als unrein ab, der jüdische Nationalismus ächte sie als Volksverräter. Jesus aber nimmt die Zöllner an und wendet sich damit gegen religiöse Mechanismen der Ausgrenzung. Aus Geschichten, die ursprünglich von der Umkehr eines Sünders erzählten, werden so Geschichten gegen
„Ein jüdischer Rabbi sprach normalerweise nicht mit Frauen.“ Wirklich nicht? Wie frauenfeindlich war das Judentum eigentlich? Und wie revolutionär war Jesus in seinem Umgang mit Frauen? Die aktuelle Folge in der Staffel „Jesus der Jude“ auf bibletunes – die Bibel im Ohr!. Ich rede in dieser Reihe über Vorurteile und Zerrbilder, die wir oft vom
Dass Jesus sich besonders den Ausgestoßenen und Marginalisierten zuwendet, ist heute ein beliebtes Predigtmotiv. Aber wo es „Ausgestoßene“ gibt, da muss es auch die geben, die sie ausstoßen und marginalisieren. In diesem Fall: Die Juden und ihre Reinheitsgebote. Aber wie zutreffend ist dieses Bild vom „ausgrenzenden Judentum“? Und wieviel wissen wir eigentlich wirklich über die
Christliche Menschenliebe gegen jüdische Menschenfeindlichkeit? Christliche Freiheit gegen jüdische Gesetzlichkeit?Wie die Erzählungen von Heilungen am Schabbat oft ungewollt zum Anlass von judenfeindlichen Auslegungen werden. Die aktuelle Folge aus der Staffel „Jesus der Jude“ bei @bibletunes In der letzten Folge habe ich davon erzählt, wie wir oft unbewusst von negativen Bildern des Judentums geprägt sind. Und
In der aktuellen Staffel „Jesus der Jude“ im Podcast „bibletunes – die Bibel im Ohr!“ gebe ich heute eine kleine persönliche Einführung in die nächsten Episoden: Meine Lernerfahrungen mit dem jüdischen Glauben und der jüdischen Kultur der Zeit Jesu. Und die Gefahr, dass wir beim Lesen des Neuen Testaments negative Bilder des Judentums in unseren
Im September 2025 war ich im Podcast „Lernende Kirche“ des BerlinProjekts zu Gast: „In dieser Folge des Berlinprojekt-Podcasts diskutieren Chris, Guido und Lorenz über die Missverständnisse, die im Zusammenhang mit dem Judentum und der Rolle von Paulus in der christlichen Theologie bestehen. Es geht um die Wichtigkeit der Gnade im Judentum und um die sogenannte
Interview im Podcast „Begründet Glauben“ des Instituts für Glaube und Wissenschaft (IGUW) am 16. April 2025
„Warum eigentlich Jesus?“ lautet das Monatsthema auf ERF Plus im Mai 2019. In dieser Sendung geht es um die Frage, was Jesus auf dem Markt der Weltreligionen besonders macht. Es lohnt es sich, noch einmal ganz genau hinzuhören, was Jesus sagte und tat. Und wie sein Sterben und seine Auferstehung das Leben eines Menschen verändern
Zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels ist Guido gebeten worden. für das Radioprogramm des Evangeliumsrundfunks (ERF) den biblischen Hintergründen dieser Staatsgründung nachzugehen. Hat sich mit der Gründung des Staates Israel biblische Verheissung erfüllt? Welche Verheissungen und Erwartungen blieben unerfüllt oder wurden enttäuscht? Ein Vortrag über erfüllte und unerfüllte Verheissungen in Israel am Abend seines 60.