Bei dem vorliegenden Werk von Amy Whisenand Krall, derzeit Assistant Prof. of Biblical and Theological Studies sowie Assistant Program Director für die School of Humanities, Religion and Social Science an der Fresno Pacific University, handelt es sich um die überarbeitete Fassung ihrer Diss., die von J. Ross Wagner betreut und im Jahr 2020 an der Duke Divinity School angenommen wurde.

In ihrer interdisziplinär angelegten Untersuchung verbindet die Vf.in exegetische Detailstudien zum Kolosserbrief mit Einsichten aus Musikwissenschaft und Musikpsychologie, um daraus schließlich Schlüsse für die liturgische und musikalische Gestaltung gegenwärtiger kirchlicher Gottesdienstpraxis zu ziehen. Während sie dabei im Bereich der formgeschichtlichen Einordnung der sogenannten ntl. „Hymnen“ an eine bereits seit langem geführte exegetische Forschungsdebatte anknüpfen kann, stellt die Konzentration auf die musikalische Performanz, also den Akt des gemeinschaftlichen Singens als Phänomen sozialer Interaktion, ein Forschungsfeld dar, das zwar in anderen Bereichen der Altertumswissenschaften in der Folge des „performative turns“ in den vergangenen Dekaden zunehmend an Dynamik gewonnen hat, bisher aber im Bereich ntl. Forschung wenig Beachtung gefunden hat.

Die vollständige Rezension ist erschienen in: Theologische Revue, 122. Jahrgang (März 2026). Zum Lesen hier klicken)