Viele Christen haben beim Lesen der Bibel eine sehr selektive Wahrnehmung. Sie lesen das Alte Testament durch die Brille des Neuen. Guido Baltes ist überzeugt, dass es sich lohnt, die Brille umzudrehen. Manche Bibelausleger schlagen vor, dass wir das Alte Testament nur noch „durch die Brille des Neuen“ lesen. Aber hier ist Vorsicht angebracht: Denn
Wie sah eigentlich die Bibel aus, die Jesus las? So ganz genau wissen wir das natürlich nicht, aber eins wissen wir sicher: Sie enthielt kein Neues Testament. Das mag für manchen eine Selbstverständlichkeit sein, aber für manch anderen ist der Gedanke vielleicht auch ungewohnt, dass die Bibel der ersten Christen nicht dieselbe war wie die,
Für Jesus stand das Trachten nach Gerechtigkeit ganz oben auf der Tagesordnung des Reiches Gottes (Mt. 6,33). Darin war er sich vermutlich mit den allermeisten seiner Zuhörer, Anhängern wie Gegnern gleicherweise, einig. Gerechtigkeit war ein zentrales Thema nicht nur für das Volk Israel und seine Heilige Schrift, sondern auch für die Kulturen der alten Ägypter,
Ein Bibeltext steht nie für sich allein. Immer ist er Teil eines größeren Zusammenhangs. Das sagt schon der Name, denn das lateinische Wort „Text“ bedeutet auf deutsch „Gewebe“, „Geflecht“ oder „Netzwerk“. Und es lohnt sich, dieses Geflecht von Beziehungen näher anzusehen, wenn wir einen Bibeltext richtig verstehen wollen. Jeder von uns weiß, wie schnell es
Jesus verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes, und diese Botschaft hatte die Kraft, die Welt zu verändern. Der christlichen Kirche ist diese gesellschaftsverändernde Kraft des Evangeliums jedoch in ihrer Geschichte nicht immer in gleicher Weise bewusst geblieben. Gerade im evangelikalen Spektrum der modernen, westlichen Christenheit hat sich oft eine Gestalt des Evangeliums durchgesetzt, in der
Anmerkung: Dieser Artikel besteht im Original zum größten Teil aus Bildern. Es lohnt sich, das Original als PDF herunterzuladen. Als Jesus am Kreuz starb, feierte man in Jerusalem des Passafest, das Fest der Erlösung. Die Erinnerung an die Befreiung aus der Knechtschaft von Ägypten. Im Tempel wurden die Passalämmer geschlachtet, und in der Nacht beim
Eine persönliche Entdeckungsreise habe ich in den vergangenen Ausgaben von Faszination Bibel beschrieben: Ich habe davon erzählt, wie ich Jesus als Juden kennen und schätzen gelernt habe. Viele Leser haben sich für diese Einblicke bedankt und sie als anregend empfunden. Aber es kamen auch immer wieder Stimmen von Lesern, die irritiert oder verunsichert waren. Manche
Guido Baltes untersucht, inwieweit die Frage nach einer hebräischen Frühgestalt der Evangelientradition einen weiterführenden Beitrag zur Arbeit am synoptischen Problem liefern kann. Er zeigt zunächst, dass in der jüdischen Welt des zweiten Tempels, entgegen verbreiteter Annahmen, das Hebräische neben dem Aramäischen und dem Griechischen als gleichwertige Alltags- und Umgangssprache Verwendung fand und daher auch als
Jesus heilte am Sabbat. Das berichten die Evangelien immer wieder. Was aber wollte er damit eigentlich zeigen? Unsere Antwort auf diese Frage ist nicht selten geprägt durch unser Bild des Judentums – und manchmal leider auch durch eine mangelnde Kenntnis der jüdischen Quellen. Warum also heilte Jesus am Sabbat? Es gibt verschiedene Antworten auf diese
Wie gebildet war Jesus? Wie viel Bildung brauchte er überhaupt? Und wie gebildet waren seine Nachfolger? Unter Bibellesern und Predigern findet man nicht selten die Annahme, dass Jesus und seine Jünger ganz ohne „Bildung“ auskamen, weil sie ja schließlich ihre Weisheit und Einsicht direkt von Gott empfingen. In den Köpfen vieler Christen findet sich deshalb
Wer Jesus richtig verstehen möchte, muss ihn als Juden verstehen. Aber was machte eigentlich einen Juden zur Zeit Jesu aus? Unser Bild und unsere Vorstellungen vom Judentum sind möglicherweise viel weniger durch die Bibel und durch historische Tatsachen geprägt als durch 2000 Jahre Kirchengeschichte sowie durch die Brille christlicher und westlicher Kultur. Wir alle wissen,
Dass Jesus ein Jude war, lernt heute fast jedes Kind in der Schule. Ich auch. Dass diese Einsicht noch für unsere Großeltern ganz und gar nicht selbstverständlich war, das wusste ich damals noch nicht. Warum sie aber für mich und meinen Glauben wichtig sein sollte, das habe ich auch nicht wirklich verstanden. Mangel an Information,
„Denn wenn diese Sache, diese Bewegung nur von Menschen stammt, dann wird sie keinen Bestand haben. Wenn sie aber von Gott herkommt, dann könnt ihr diese Leute auch nicht vernichten. Passt nur auf, dass ihr am Ende nicht als Kämpfer gegen Gott dasteht!“ (Apg. 5,38-39 DBU) Rabban Gamaliel gehört zu den Randfiguren des Neuen Testaments,
1 Ich freute mich, als sie zu mir sagten:»Wir wollen zum Haus des Herrn gehen!«2 Nun stehen wir hier in deinen Toren, Jerusalem.3 Jerusalem ist eine herrliche Stadt,in wunderbarer Schönheit angelegt.4 Alle Stämme Israels, die Stämme des Herrn,kommen als Pilger hierher.Sie kommen, um den Namen des Herrn zu loben,wie das Gesetz es vorschreibt. 5 Hier
1 Kommt, lasst uns dem Herrn zujubeln!Lasst uns den Fels unseres Heils preisen!2 Lasst uns mit Dank vor ihn hintreten!Lasst uns Loblieder auf ihn anstimmen.3 Denn der Herr ist ein großer Gott,der große König über alle Götter. 4 Ihm gehören die Tiefen der Erde,und die höchsten Berge sind sein.5 Das Meer gehört ihm, denn er
Seit mehr als drei Jahren wohnen wir jetzt in Jerusalem, und mittlerweile ist der jüdische Festkalender uns schon ein wenig ins Blut übergegangen: Was am Anfang noch fremd und aufregend war, ist inzwischen fester Bestandteil unserer Jahresplanung. Und das entsprechende Plugin für Outlook ist auch schon installiert. Da sind zunächst einmal die großen biblischen Wallfahrtsfeste:
Wir waren auf dem Weg nach Hause von einem Lobpreisabend in Beit Jala, einem kleinen Ort in der Westbank unweit von Bethlehem. Meine Frau und ich teilten uns ein Taxi mit zwei Israelfreunden – überzeugte Christen – aus Deutschland. Hinter uns lagen erfüllte Stunden des gemeinsamen Gebets, wir hatten Lobpreislieder auf arabisch und englisch gesungen,
“W.W.J.D. – What would Jesus do?” Teenager in der ganzen Welt tragen seit einigen Jahren diese Buchstaben am Handgelenk und drücken damit aus: Jesus ist für uns nicht nur ein Lehrer, der eine wichtige Botschaft bringt. Das auch. Er ist nicht nur der Erlöser der Welt. Das auch. Aber er ist mehr als das: Jesus
Guido Baltes lebt neuerdings in Israel – und schon länger mit Jesus. Denn der hat nicht nur klug daher geredet, sondern mehr verändert als jeder andere. Wie? Seine Power war nicht von dieser Welt… Ich kann mich genau an den Moment erinnern, als ich als Teenager zum ersten mal die Bergpredigt las, denn ich war
Der Jesus – Mythos Wer ist Jesus? Eine persönliche Entdeckungsreise Als ich ein Kind war, war meine Beziehung zu Jesus sehr schlicht: Er war mir wohlbekannt durch all die Geschichten aus dem Kindergottesdienst und nahm seinen Platz ein zwischen Peter Pan und dem rosaroten Panther, zwischen Winnetou, Dick und Doof und anderen Helden meiner Kindheit
„Niemand ist mehr in der Lage, ein Leben Jesu zu schreiben“, behauptete bereits im Jahre 1956 ein bekannter deutscher Theologe – und begann mit eben diesen Worten ein weiteres Buch über das Leben von Jesus. Die Zahl der Bücher, die dieses außergewöhnliche Leben beschreiben, ist kaum auszumachen. Gerade in diesem Jahr noch hat eine Computerrecherche
dran-Reihe „Basics“ zum Glaubensbekenntnis 1. Jesus im Zentrum Jesus steht in der Mitte dieses Bekenntnisses, genauso wie er auch im Mittelpunkt des christlichen Glaubens steht. Das hört sich vielleicht selbstverständlich an, ist es aber heute genauso wenig wie damals, als dieses Glaubensbekenntnis geschrieben wurde. Damals gab es Leute, die Jesus gern zu einem verstorbenen jüdischen
Jesus war ein Jude. Was sich auf den ersten Blick wie eine Binsenweisheit anhört, ist bei näherem Hinsehen auch heute noch für viele Christen weder selbstverständlich noch eindeutig. Für viele Christen ist diese Tatsache bis heute irgendwie anstößig oder sonst schwierig zu verstehen. Für andere ist sie vielleicht selbstverständlich, aber sie können nicht sehen, wieso
Kann man der Bibel glauben? Viele würden sagen: Nein. Man kann zwar die Bibel lesen und darin alles mögliche finden, was nützlich ist. Aber glauben sollte man nur seinem eigenen Sachverstand. Und weil den nur so wenige haben, sollte man dem glauben, was uns die Pfarrer und die Theologieprofessoren sagen. Ist die Bibel also unglaubwürdig?
Ein Mensch, der fasziniert Jesus fasziniert. Schon oft von Medien und Meinungsmachern totgesagt, bewegt er bis heute mehr Menschen als jede andere Person der Weltgeschichte. Jede Woche erscheinen neue Jesus-Bücher auf dem Markt. Da gibt es das „Jesus-Komplott“, den „Jesus-Krimi“ oder die „Verschlußsache Jesus“. Wie aktuell Jesus ist, zeigt sich, wenn Phil Collins und Die
Jesus fasziniert. Bis auf den heutigen Tag werden Menschen von seiner Botschaft, seinem Leben und Handeln angesprochen. Der Mann aus Galiläa hat mehr in Bewegung gesetzt als die großen Philosophen, Dichter und Politiker aller Zeiten. In den Köpfen der Menschen geistern die verschiedensten Bilder von Jesus herum. Jeder versucht, ihn den eigenen Auffassungen und Denkgewohnheiten